Die Geschichte zum Dschungel in Volkach

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Der Dschungel ist eine Volkacher Tradition.
Revolution, Underground und Kontroverse haften sich seit langem an das Gebäude und seine Betreiber(innen), die Gäste scheinen zu allen Zeiten manchen Zweifel an der bestehenden Gesellschaftsordnung gehabt zu haben, der Besuch der etwas abseits liegenden Tanz-Bar und Musikkneipe ist verrucht. "Ziemlich alternativ" zu den umliegenden Restaurants mutet der Dschungel also wahrlich an.

Wieso nicht einfach die nächste Weinlounge anbieten?

Schauen wir in die Vergangenheit. Zur Zeit, als Luther seine Thesen proklamierte, wurden die Kranken in die Sommeracher Straße gebracht. Schön außerhalb, ins Volkacher Siechenhaus (Seuchenhaus). Weit genug weg von den Altstadt-Toren - in das Gebäude, auf dessen Grundmauer-Überresten der Dschungel errichtet wurde.
Ist das ein schlechter Ruf? Nun, eventuell für die (damalige) Stadt Volkach: oder würden Sie sich wünschen, wegen eines Hustens oder den Masern aus Ihrer Wohung geworfen und aus der Stadt verbannt zu werden?

Ein Ruf geht in die Welt...
Mit dem Ruf ist es so eine Sache. "Mer sacht ja nix, mer redt ja nur" ist die typischste aller fränkischen Eigenarten. Jeder war schon mal drin, im Saustall, in der Bienenwabe, im Miraculix, in der Neuen Heimat, im Backstage und zuletzt im Atmosphere - alles Namen, die der Dschungel schon getragen hatte. Aber dann will man doch wieder nichts damit zu schaffen haben. 1967 wurde aus dem Wohnhaus das erste Mal eine Kneipe: Old Germany hieß der Laden und Rock war das Programm. Klar - Hendrix, Morrison, The Who, Rolling Stones, Led Zeppelin und später Black Sabbath, Alice Cooper, Judas Priest und viele andere veränderten gerade die Welt...

Alternativ, aber ja doch!
Der Dschungel beschäftigt sich mit Perspektiven. Musik miteinander erleben, Leute aus dem Sofa und von den Spielekonsolen wegholen und durchaus auch mal aus anderen Sichtweisen auf die alltäglichen Gepflogenheiten blicken und unseren Weg diskutieren ist Teil des Programms. Feiern, wie die Feste fallen der andere! Wir wollen Party, ist doch klar! Leben, Kontroverse, Revolution und Underground in das schöne Weinstädtchen Volkach. Die Möglichkeiten des multikulturellen Lebens gegen eine weitere Weinlaubenseligkeit!

Keine Antihaltung
Keine Panik, wir lieben Volkach. Zur richtigen Zeit in der richtigen Weinlaube zu sitzen, und zu einer anderen, Party bei Live-Musik und Techno zu feiern - wer erkennt da nicht, wie viel Spaß das Leben neben der Arbeit bereit hält.

Wir nehmen hier gerne Position zu auf der Straße zerbrochenen Flaschen, eigentlich netten Menschen, die auf dem Gehsteig ihren Rausch ausschlafen, auf dem Heimweg rumpöbeln und mit beneidenswerter Energie fremdes Eigentum zerdeppern: das ist weder alternativ, noch "hip" oder sonstwie lustig. Das Personal des Dschungels und die Geschäftsführerin bitten hier inständig, solche Rundumschläge, die keinem etwas bringen und jedem nur schaden einfach zu unterlassen. Ausreichend Sex könnte dabei behilflich sein.

Wir sehen uns im Dschungel!